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The best song from new album "Goi, Rode, Goi!"
 Goi, Rode, Goi!
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News - Arkona / Goi, Rode, Goi! - Review - POWERMETAL.de:

Arkona / Goi, Rode, Goi! - Review - POWERMETAL.de:

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Review von Julian Rohrer

Grandioses Meisterwerk aus Russland. Das beste, was ARKONA bislang abgeliefert haben - Klassikeralarm!

Es ist kaum zu glauben: Nach dem überaus spannenden Album "Follow The Sun's Way" der russischen Pagan-Truppe TVERD dachte ich, dass ich das Slawische Vorzeigealbum des Jahres damit gehört hätte. Doch was ARKONA mit "Goi, Rode, Goi!" abliefern, ist für mich nicht nur ein Anwärter für das Pagan-Album des Jahres, sondern gleich für die Spitze der Veröffentlichungen der letzten Jahre insgesamt in dieser Sparte des Heidenmetalls.

Doch der Reihe nach. Im Jahre 2002 formte eine junge Russin eine Formation, die schon kurz danach für Furore sorgen sollte: ARKONA war der Name der Band, benannt nach der letzten slawischen Festung, welche 1168 zerstört wurde. Kaum ein Freund epischer, melodischer Melodieläufe mit harschen Ausbrüchen und aggressiven Vocals kam über die Jahre an dieser Ausnahmeformation vorbei. Und während ARKONA wie ein guter Wein immer weiter reifte in den letzten sieben Jahren, steht mit "Goi, Rode, Goi!" ein Album ins Haus, das man als schlichtes Meisterwerk titulieren darf. Nah am Grade der Perfektion verbinden ARKONA eingängige Melodien, epische Passagen und böse Wutausbrüche zu einem Ritt durch das abwechslungsreiche Russland, zu einem Ritt durch geheimnisvolle Mythen der slawischen Geschichte und realitätsbezogene Allegorien der russischen Realität. Masha legt dabei besonderen Wert auf die Authentizität ihres Glaubens und ist sich nicht zu schade, höchst persönliche Momente in ihre Musik einfließen zu lassen. Mit einer schier endlosen Liste an Gastmusikern ist dabei ein Stück Musikgeschichte geschrieben worden.

Stellvertretend für das ganze Album möchte ich an dieser Stelle den absoluten Übersong 'In My Land' in den Fokus rücken, bietet er allein doch schon eine derartige Menge an tollen Momenten, dass andere Bands aus sowas ein ganzes Album gemacht hätten. In 15 Minuten wird die Geschichte eines Kriegers erzählt, der auszieht, um in der Ferne Glück und Freude zu finden – nur um am Schluss in seine Heimat zurückzukehren und festzustellen, dass das wahre Glück immer schon dort war. Beginnend mit einem mehrstimmigen, mit sehnsüchtigen Keyboardklängen unterlegten und durch Streicher getragenen, Folk-Gesang entwickelt sich der Song zu einer kompositorischen Meisterleistung, die einen durch perfekte Arrangements, eine exakte, sofort schlüssige Instrumentierung und nicht zuletzt durch hohen Groove-Faktor von der ersten Sekunde an mitreißt. Ein weiteres Highlight dieses Songs sind die Gastpassagen von Heiko Gerull (MENHIR), Erik Grawiso (MANEGARM), Baalberith (OBTEST), Peter und Edgar (SKYFORGER), Joris und Mark (HEIDEVOLK), die in ihrer jeweiligen Sprache von ihrer Heimat erzählen. Wem da nicht das Herz aufgeht, hat wohl keins – zumindest keines, das die Inbrunst der Versammelten Musiker nachvollziehen kann, das sie ihrer Heimat entgegenbringen.

Fazit: Der Melodiefaktor hat sich bei ARKONA noch ein bisschen erhöht, was die Musik leichter verdaulich, aber dadurch trotzdem nicht einfacher oder gar dudeliger macht. Vielmehr passt alles gerade so, wie gespielt wird und vermittelt den Eindruck, dass die zwei Jahre zwischen 'Ot Serdtsa K Nebu' konsequent zur Optimierung der Songs genutzt wurde. Mit einer überzeugenden Produktion als Basis, stellt "Goi, Rode, Goi!" für mich das Pagan-/Folk-Highlight des Jahres und der letzten Jahre dar. Und ein Nachtrag in eigener Sache: Selbst nach wiederholtem Hören findet sich auf dem Album immer wieder etwas Neues, was einen begeistert oder überrascht. Und sei es nur die Minutenlange Natur-Atmo-Passage bei 'Sullen Sky Lurid Clouds'. Toll!

Anspieltipps: In My Land – wer das hört, will den Rest sowieso.

Note: 9.5 / 10
Julian Rohrer, 12.10.2009

12.10.2009